Wer es leicht nimmt, hat es leichter

Jeder kennt die Gedanken, die uns im Alltag blockieren: »Das schaffe ich nicht!«, »Mir hilft ja keiner!«, »Ich kann ja eh nichts ändern!«, »Die anderen sind schuld!«. Solches Jammern ist zwar manchmal naheliegend, hält uns aber leider davon ab, unsere Potenziale zu nutzen und unsere Pläne in die Tat umzusetzen. Doch das muss nicht sein: Tief im Inneren verfügt jeder über die nötigen Fähigkeiten und Ressourcen, um seine Wünsche Realität werden zu lassen. Auf humorvolle Weise nimmt Jobcoach Mathias Fischedick in »Wer es leicht nimmt, hat es leichter: Wie wir endlich aufhören, uns selbst im Weg zu stehen« zusammen mit dem Leser den Jammerlappen unter die Lupe, der sich in jedem von uns versteckt, und zeigt, wie wir uns aus der Negativspirale befreien können, um glücklicher und erfolgreicher durchs Leben zu gehen.

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Leseprobe

Vorwort

 

Ist das Wasserglas halb voll oder halb leer? Wer es als halb voll sieht, gilt als hoffnungsloser Optimist, wer es als halb leer bezeichnet, meint, die kalte Realität erkannt zu haben.Es ist leicht, das Leben schwer zu nehmen. Wir finden ohneSchwierigkeiten Gründe, warum unsere Träume wohl immer Träume bleiben werden. Bei der Frage nach unseren Stärken geraten wir schnell ins Stocken. Fragt uns dagegen jemand nach unseren Schwächen und nach den Dingen, die nicht so gut laufen, schütteln wir ganz locker eine lange Liste aus dem Ärmel.

Aber ist das Leben wirklich so kompliziert und hart? Ich behaupte, nein! In diesem Buch möchte ich Ihnen zeigen, dass wir uns oft nur selbst im Weg stehen und uns die Dinge schwerer machen, als sie eigentlich sind. Denn wir nutzen längst nicht unser gesamtes Potenzial. Egal ob Topmanager oder Praktikant, ob Schauspielerin oder Hausfrau, wir alle haben vergleichbare Sorgen und Nöte, viele davon sind haus­ gemacht. In der Zeit, die ich als Coach Menschen mit unter­ schiedlichstem Hintergrund unterstütze, haben sich für mich zwei Muster herauskristallisiert, nach denen wir uns das Leben schwer machen: Zum einen möchten wir soziale Aner­ kennung haben und passen uns deshalb meist lieber an, als unsere wahren Bedürfnisse zu befriedigen – die uns dazu oft nicht einmal bewusst sind. Zum anderen wollen wir unser Leben zwar verändern, sind aber nicht bereit, dafür neue Wege zu gehen. Wir machen weiter wie bisher und hoffen trotzdem, dass alles besser wird. Das Resultat ist eine große Unzufriedenheit. Auch beschleicht uns das Gefühl, dass un­ sere Umwelt uns im Stich lässt. Dabei haben wir selbst es in der Hand, ob wir glücklich sind oder nicht.

In diesem Buch erfahren Sie, welche im wahrsten Sinne des Wortes steinzeitlichen Denkmuster dafür sorgen, dass wir uns selbst sabotieren, und Sie lernen, diese Muster aktiv zu umgehen. Ich werde Ihnen einfache Methoden zeigen, mitderen Hilfe Sie Sorgen auflösen und Ihre Herzensziele errei­ chen können. Manche dieser Methoden zeigen schon nach wenigen Minuten eine erstaunliche Wirkung. Unternehmen Sie mit mir eine Reise zu Ihren unbewussten Fähigkeiten. Und entdecken Sie die Ressourcen, die es Ihnen ermöglichen, das Leben zu führen, von dem Sie im Moment nur träumen. Sie tragen schon jetzt alles in sich, was Sie dafür brauchen. Auch wenn Sie es gerade vielleicht nicht glauben: Das Leben kann so einfach sein.

Die Steinzeit in unserem Kopf

 

Um es in einem Satz zusammenzufassen: Wir Menschen leben nicht artgerecht! Wir leben mit einem steinzeitlichen Gehirn in einer modernen Welt und stehen uns damit oft selbst im Weg. Seit der Steinzeit hat sich unser Gehirn nicht wesentlich verändert, unsere Umwelt dagegen umso mehr. Während sich das Leben der Menschen über Jahrtausende hinweg in kleinen Gruppen in der offenen Savanne abspielte, leben wir heute in hektischen Städten mit Tausenden oder Millionen anderen Menschen zusammen. Auch die Berufs­ wahl beschränkte sich bei unseren Urahnen auf zwei Mög­ lichkeiten: Jäger oder Sammler – heute dagegen existieren alleine in Deutschland über 350 anerkannte Ausbildungs­ berufe. Während unsere Vorfahren das Abendessen unter vollem Körpereinsatz selber jagten, bewegen wir nur noch unseren Daumen und unseren Mund, um beim Pizzaservice anzurufen. All dies führt dazu, dass sich Menschen einsam fühlen, der Stress im Beruf uns auf Dauer krank machen kann und die Menschen im Durchschnitt immer dicker wer­ den. Entscheidend für die fehlende Zufriedenheit sind dabei in meinen Augen vor allen die beiden folgenden »Altlasten« unserer steinzeitlichen Vorfahren: 

 

Der »Herdentrieb«

 

Unseren Urahnen war es aufgrund der widrigen Umstände fast unmöglich, alleine, ohne die Sippe zu überleben. Die Ge­ meinschaft war nötig, um sich gegenseitig zu unterstützen. Die einen waren vielleicht die besseren Jäger, wussten abernicht, wo sie welche Früchte finden konnten oder welcheWirkung bestimmte Kräuter haben. Dafür waren andere nicht so geschickt und kräftig, um Tiere zu jagen, hatten aberdie Erfahrung, um genießbare Pflanzen zu finden. Zudem botdie Gruppe Schutz vor Angreifern menschlicher oder tieri­ scher Natur. Alleine konnte man es schlecht mit einem Rudel hungriger Löwen aufnehmen.

Und so war es überlebensnotwendig, alles zu tun, um einen Verstoß aus der Sippe zu vermeiden. Befolgte man die Regeln des Anführers und stellte seine eigenen Ansichten und Wünsche zurück, genoss man die Sicherheit der Ge­ meinschaft. Setzte man seinen eigenen Kopf durch, führte dies zum Verstoß aus der Gruppe, was einem Todesurteil gleichkam.

Tief in uns ist dieses Verhaltensmuster auch heute noch verwurzelt, obwohl wir in der modernen Welt sehr gut alleine überleben können. Die steinzeitliche Überlebens­ strategie, sich der Gemeinschaft anzupassen, bewirkt heute eher, dass wir unsere wahren Wünsche und Ziele verleug­ nen und uns damit selbst blockieren. Tief in uns spüren wir eine Zerrissenheit. Auf der einen Seite haben wir den Ur­ instinkt, dass wir »der Norm« entsprechen müssen, um dazuzugehören. Auf der anderen Seite ist da dieser unbän­dige Wunsch, uns selbst zu finden und zu verwirklichen. DieDinge zu tun, nach denen wir uns sehnen, die uns glücklich machen, auch wenn sie vielleicht nicht als »normal« ange­ sehen werden.

Statt unsere eigenen Ziele zu verwirklichen, führen wir ein angepasstes Leben in der Gemeinschaft. Es ist dann so, als würde eine innere Stimme Dinge sagen wie:

»Du musst es den anderen recht machen!«
»Was sollen denn die anderen Leute denken?«
»Nimm dich nicht so wichtig!«
Der steinzeitliche »Herdentrieb« sorgt in solchen Fällen

dafür, dass wir uns selbst verleugnen und Ziele verfolgen, die gar nicht wirklich unsere eigenen sind.

 

Die Angst vor Veränderung

 

Das zweite steinzeitliche Erbe, das unserem Glück und un­ serer Zufriedenheit im Weg steht, ist die Angst vor Verän­ derung. Für unsere Urahnen wäre es leichtsinnig gewesen, offen auf alles Unbekannte und Neue zuzugehen. Man war gut damit beraten, das bekannte Terrain nicht zu verlassen. Überall hätte eine tödliche Gefahr lauern können – vielleicht ein wildes Tier, eine gefährliche Felsspalte oder eine unbe­kannte giftige Pflanze. Und so war es extrem sinnvoll, Neu­em erst einmal skeptisch gegenüberzustehen. Dass Sie, liebe Leserin, lieber Leser, auf der Welt sind, ist der Beweis, dass bei Ihren Vorfahren diese Vermeidungsstrategie funktioniert hat. Nur so konnten sie überleben und ihr Erbgut weiter­ geben, das nun auch Teil Ihrer Zellen ist. Andere Steinzeit­ menschen, die leichtfertig den sicheren, bekannten Bereich verlassen haben, um neue Erfahrungen zu machen, bezahltendafür häufig mit dem Tod und sorgten so selbst dafür, dasssie und ihre leichtsinnige Art aus dem Genpool verschwan­ den. Aus diesem Grund konnte sich der geschilderte Über­ lebensmechanismus über viele Generationen immer mehr verfestigen.

Die Angst vor Unbekanntem ist noch immer so tief in uns Menschen verwurzelt, dass wir auch heute, ganz unbewusst, 

Veränderungen skeptisch gegenüberstehen und sie zu ver­ meiden versuchen. Die kleine Stimme in unserem Kopf steu­ ert uns dann mit Sätzen wie:

»Das macht man doch nicht!«
»Keine Experimente!«
»Schuster, bleib bei deinen Leisten!«
Die steinzeitliche Angst vor Veränderungen führt dazu, dass wir auch heute häufig einen inneren Widerstand ge­gen Neues und Unbekanntes verspüren, an Altem festhalten und so selbst verhindern, dass wir unseren Zielen näher­ kommen.

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